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POL-P: ÜBER 200 EINBRÜCHE IN GARTENLAUBEN UND KELLER VOR AUFKLÄRUNG
06.04.2004
Polizei Brandenburg Potsdam - Umfangreiche Ermittlungen führt die Potsdamer Kriminalpolizei seit Anfang des Jahres (2004) zu etwa 200 Einbrüchen in Babelsberg. Zwei 15-jährige Potsdamer werden beschuldigt, gemeinschaftlich seit Herbst vergangenen Jahres in Lauben von Gartensparten in der Wetzlarer Straße und am Horstweg sowie in Keller von Mehrfamilienhäusern rund um den Bahnhof Babelsberg eingebrochen zu sein. Sie stahlen elektronische Geräte, Alkohol und Zigaretten bzw. verkauften die Geräte, um sie in Spirituosen umzusetzen. Bei den Einbrüchen in die Kleingartenanlagen, die teilweise zusammen mit anderen Jugendlichen verübt wurden, demolierten sie die Einrichtung und zerstörten mit Axt oder Hammer Schränke, Gläser, Geschirr und elektronische Geräte. Dabei richteten sie Sachschäden von fast 10.000 Euro an. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Die Kriminalpolizei kam den Tatverdächtigen am 3. Januar des Jahres auf die Spur, als geschädigte Bürger am Morgen Aufbrüche ihrer Lauben in Babelsberg Süd anzeigten. Am Abend des Anzeigetages (Sonnabend), gegen 20.30 Uhr, meldeten sich Anwohner einer Kleingartenanlage, weil sie in der Anlage verdächtige Personen mit Taschenlampen bemerkt hatten. Die Polizei nahm vor Ort vier Jugendliche, darunter die beiden 15-Jährigen, vorläufig fest und leitete intensive Ermittlungen zu den Einbrüchen ein. Es meldeten sich insgesamt 50 geschädigte Bürger.
Durch die Vernehmungen konnte auch eine gefährliche Körperverletzung vom 16.02.2004 geklärt werden. An dem Montag war gegen 13 Uhr im Bereich der Markthalle auf Passanten, darunter eine Jugendgruppe, geschossen worden. Dabei wurden drei Männer (40; 54; 57) verletzt. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung bei den 15-Jährigen stellte die Polizei das Gewehr sicher. Dieses stammte, wie jetzt bekannt wurde, aus einem der Einbrüche in eine Gartenlaube. Bei den Vernehmungen gab einer der beiden 15-jährigen Beschuldigten den Sachverhalt am Marktcenter zu und gestand, seit dem Herbst des vergangenen Jahres gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Komplizen in ca. 120 Keller in der Nähe des Bahnhofs Babelsberg eingebrochen zu sein. Die Schlösser wurden entweder gewaltsam aufgebrochen oder mit Hilfe von Werkzeug so manipuliert, dass sie nicht beschädigt wurden. Die Einbrüche erfolgten mit Einbruch der Dunkelheit bis in den späten Abend. Dabei gingen die beiden Jugendlichen gezielt vor: Sie trugen dunkle Kleidung und Handschuhe und waren mit Werkzeug und Rucksäcken für das Diebesgut ausgestattet.
Bei der Wohnungsdurchsuchung waren außerdem noch Hakenkreuzschmierereien und CDs aufgefunden worden, bei denen der Verdacht besteht, dass sie indiziert sind. Anzeigen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurden aufgenommen.
Quelle: Ministerium des Innern, Brandenburg
 

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