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Polizeiberichte Stadt Potsdam / Kreis Potsdam-Mittelmark (Belzig)

Polizei Brandenburg
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POL-P: EINBRUCHSSERIE AUFGEKLÄRT
31.07.2003
Polizei Brandenburg Potsdam - Die Potsdamer Kriminalpolizei konnte im Rahmen ihrer Ermittlungen eine Serie von Einbruchsdiebstählen in Bungalows, Kindertagesstätten, Einfamilienhäuser und Geschäfte sowie zwei Brandstiftungen im Potsdamer Stadtgebiet vom Juli 2003 aufklären, für die offenbar ein 46-jähriger Mann aus Nürnberg (BL Bayern) verantwortlich ist.
Den entscheidenden Hinweis gab der Täter selbst. Er war am dritten Juliwochenende in ein Geschäft in der Heinrich-Mann-Allee eingebrochen und hatte von dort aus ein Telefongespräch mit seiner Lebensgefährtin in Nürnberg geführt. In Zusammenarbeit mit der Nürnberger Polizei und der Staatsanwaltschaft in Berlin konnte herausgefunden werden, dass der Beschuldigte seit dem 22.07.2003 wegen eines räuberischen Diebstahls in Berlin in Untersuchungshaft sitzt. Bei der Vernehmung des 46-Jährigen gestand dieser die Einbruchsdelikte in Potsdam.
Erstmals war er in der Nacht zum 09.07.2003 in eine Kindertagesstätte im Wohngebiet Schlaatz eingebrochen und hatte dort genächtigt sowie gefundene Lebensmittel verzehrt. Als er am Morgen von einer Mitarbeiterin überrascht wurde, flüchtete er und hinterließ dabei einen Rucksack, in dem sich unter anderem seine Personaldokumente befanden. In der folgenden Woche brach der Beschuldigte in insgesamt neun Bungalows ein, welche sich alle in der Nähe der genannten Kindereinrichtung befinden. Während der kriminalpolizeilichen Vernehmung räumte er außerdem ein, in zwei Bungalows der Kleingartenanlage "Alte Zauche" fahrlässig Brände verursacht zu haben, da er nach eigenen Angaben sein Essen mit Kerzen erwärmte. Außerdem kommen zwei Einbrüche in Wohnhäuser in der Russischen Kolonie auf sein Konto.
Als Motiv gab der Tatverdächtige an, in allen Fällen nach Lebensmitteln und Schlafmöglichkeiten gesucht zu haben. Zugang verschaffte er sich, indem er ein Fenster mit einem Stein einschlug oder die Eingangstür aufhebelte.
Quelle: Ministerium des Innern, Brandenburg
 

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