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Bundeskanzler in der Kolonie Abendruh

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Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bleibt den Kleingärtnern treu. Am 14.06.2002 besuchte er das Sommerfest der Kolonie Abendruh e.V. in Lichterfelde.
Die Kleingärtner wollten den 13. Steglitzer Kleingartentag am 15.06.2002 von 11:00 bis 18:00 Uhr begehen. Was lag da näher, als 3 Tage lang gleichzeitig Sommerfest und Kinderfest in der Kolonie Abendruh zu feiern. Da gerade Wahlkampf ist, bot sich für den Bundestagsabgeordneten Klaus-Uwe Benneter die Gelegenheit, den Bundeskanzler zum Fest einzuladen. Der CDU fiel nichts besseres ein, als vor dem Eingang zur Kolonie Abendruh einen Regenschirm und Luftballons mit ihrem Logo zu plazieren. Eine Handvoll mit Stoiber-T-Shirts bekleidete Kinder sollten wohl die Veranstaltung stören. Dabei ernteten sie von den Kleingärtnern höchstens ein Kopfschütteln. Denn Kleingärtner sind sachliche Leute, denen das ganze parteipolitschem Gezänk am Allerwertesten vorbeigeht. Wichtig ist der Besuch des Bundeskanzlers (egal, welcher Partei er angehört), um zu demonstrieren, daß Kleingartenwesen viel mehr ist, als Rasen und Gartenzwerge.
Apropos Gartenzwerge - ich kenne viele Kleingartenanlagen in Berlin, aber Gartenzwerge sind mir nur in etwa 1 % der Parzellen aufgefallen.
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Die Kleingärtner der KGA Abendruh bereiten dem Bundeskanzler einen herzlichen Empfang
 
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Die Kolonie Abendruh lädt zum Sommerfest
Kein Bundeskanzler weit und breit zu sehen. Das bringt der Stimmung aber keinen Abbruch. Die Grills werden angeworfen und die Musik kommt aus der Konserve. Als er eine Stunde verspätet erscheint, wird er jubelnd begrüßt. Er, der Genosse der Bosse, wie man ihn auch immer wieder nennt, ist doch beim Volk beliebt. Es ist seine herzliche und volksnahe Art, mit der er auf die Menschen zugeht, die so ungekünstelt wirkt und vielleicht auch ist.
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Diesmal wird Gerhard Schröder davor bewahrt, in saure Äpfel zu beißen, denn diesmal gibt man ihm eine Eberesche zum einpflanzen. Fanfaren und Trommelwirbel, der Kanzler zieht sein Jackett aus, packt Spaten und Bäumchen und pflanzt es unter dem Beifall der Umstehenden ein. Seiner Bedeutung angemessen sind auch seine Worte, die er an die Kleingärtner, Reporter, Politiker und Besucher richtet. Mögen andere Politiker sie aufgreifen.
Der Kanzler ist beeindruckt vom Fleiß der Kleingärtner
Die Zusammengehörigkeit der Kleingärtner ist so ausgeprägt, wie es sonst nicht mehr üblich ist, deshalb müssen die Kleingärten erhalten bleiben.

Ein Paradies, das sich die Menschen mit unheimlich viel Engagement geschaffen haben.
Zwei bedeutungsschwere Sätze des Kanzlers an die Journalisten - vielleicht bleiben sie ja auch bei dem einen oder anderen Politiker hängen
Gerhard Schröder begibt sich auf die Bühne und redet. Derweil sucht DJ Hajo verzweifelt nach der CD "Capri-Fischer", schließlich hat sich's der Kanzler gewünscht. Kein Erfolg! Aber Kleingärtner sind pragmatisch. Also erklingt das Lied anstelle aus den Lautsprechern aus hunderten Kehlen.
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Die kleine 9jährige Sängerin Laura wurde vom DJ angekündigt. Sie hat schon viele Preise erworben. Es sei ihr gegönnt, denn sie hat ein herzallerliebstes Stimmchen. Allerdings hätte sich der DJ sparen können, jeden einzelnen Erfolg der Kleinen aufzuzählen. Kleingärtner kommen schneller zur Sache und sie machten dies mit "Anfangen!"-Rufen deutlich. Als Entschädigung für die Verzögerung schenkte Laura dem Kanzler ihre erste CD.
Der Kanzler an der Festtafel In der Menge ist der Bundeskanzler kaum zu erkennen (am Tisch im dunklen Anzug, neben Bernd Ziemen mit der hellen Jacke, vor den beiden Security-Leuten - ebenfalls in dunklen Anzügen)
Vor lauter Autogramme-schreiben kann Schröder kaum dem Auftritt der Abendruh-Kids folgen Die Abendruh-Kids tanzen für den Ehrengast
Die Kinder der Tanzgruppe Abendruh-Kids führten Kanzler, Kleingärtnern und Kästen - äh, Gästen - ihre Tänze vor. Dabei griffen sie nicht nur auf Bewährtes zurück, sondern überraschten die Zuschauer mit teilweise frisch einstudiertem und zum erstenmal gezeigtem Repertoire. Die Kinder kommen teilweise von der Kolonie Abendruh und teilweise aus den umliegenden Wohngebieten. Das ist ein sehr schönes Beispiel für die Jugendarbeit der Kleingärtner.
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Ein Schwätzchen mit dem Nachbarn Gruß übern Gartenzaun
Hallo Nachbar Gruß übern Gartenzaun
Trotz seines hohen Amtes hat sich Gerhard Schröder seine Nähe zu den normalen Mitbürgern bewahrt. Er versteht es wie kaum ein Anderer, auf die Menschen zuzugehen und einer von ihnen zu sein. Er grüßte fröhlich über den Gartenzaun. Hielt da und dort mit den Kleingärtnern ein kurzes Schwätzchen. Wenn die Polizisten, die Security-Leute und der Presse-Pulk nicht gewesen wären, könnte man denken Gerhard Schröder wäre seit zig Jahren Mitglied des Kleingartenvereins.
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Begrüßung der Familie von Bernd Ziemen Auf zum Gartenrundgang
Begrüßung der Familie von Bernd Ziemen Auf zum Gartenrundgang
Dann besuchte der Kanzler die Parzelle 48/49 des 81jährigen Bernd Ziemen. Er begrüßte Famile und Nachbarn und ließ sich den Garten zeigen.
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Erdbeeren kosten Die vielen fremden Leute nerven doch nur - pöh
Erdbeeren kosten - deutlich besser als als die unreifen Äpfel vor 2 Jahren Den kleinen Enkel interessiert der ganze Trubel nicht im geringsten
Parteikollegen im Gespräch Eine Minute der Entspannung im Liegestuhl
Kurzer Schwatz mit dem Abgeordneten Klaus-Uwe Benneter (SPD) Für die Kameras der Journalisten posiert der Kanzler mit Familie Ziemen im Liegestuhl
Gerhard Schröder ließ sich den Garten zeigen und kostete die Erdbeeren. Die haben mit Sicherheit besser geschmeckt als die noch unreifen Äpfel des Bäumchens, welches er 2000 in der Kleingartenanlage Togo e.V. im Bezirk Wedding gepflanzt hatte.
Der kleine Enkel der Ziemens war über den ganzen Trubel erhaben. Im Garten spielen ist doch auch viel interessanter, als sich mit den fremden Leuten abzugeben. Und Kanzler könnte er später ja vielleicht selbst mal werden.
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Die Gartennachbarn wollen den Kanzler auch begrüßen Auf zum nächsten Termin
Die Gartennachbarn wollen den Kanzler auch begrüßen Gut erholt nach einer halben Stunde abseits vom Trubel begibt sich der Bundeskanzler zum nächsten Termin
Für eine halbe Stunde läßt Gerhard Schröder den ganzen Trubel hinter sich und macht es sich hinter einer hohen Hecke auf der Terasse gemeinsam mit Familie Ziemen bequem. Dem Vernehmen nach lagen dort Geschenke bereit. Ein Stickbild mit Rahmen und Blumengirlanden von Ziemens Tochter, darauf der Spruch: "Der Dumme rennt, der Kluge wartet, der Weise geht in den Garten", Zigarren aus Amerika und selbst gebrannter Liebstöckelschnaps.
Danach richtet er noch einmal bedeutsame Worte an die Journalisten und entschwindet zum nächsten Termin.
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oImpressionen aus der Kolonie Abendruh e.V.

Treten Sie ein in die Kolonie Abendruh e.V. und schauen Sie sich einige Impressionen von der Veranstaltung und von der Kleingartenanlage an. Klicken Sie dazu bitte einfach auf diesen Link.
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