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POL-LA: TEEAUFGUSS ENDETE IM KRANKENHAUS
22.09.2003
Polizei Bayern Vilsbiburg - Die gefährliche Wirkung haben vier Vilsbiburger unterschätzt, als sie sich am Samstagabend einen Teeaufguss aus Engelstrompeten machten. In der Wohnung einer 25-jährigen Frau wollte das Quartett ein bisschen Schwung in den Samstagabend bringen. Die vier hofften mit dem selbst gebrühten Tee auf etwas "Halli-Galli" wie sie selbst sagten. Nachdem der Tee anfangs nicht die gewünschte Wirkung zeigte, schenkten sich alle vier noch ein weiteres Tässchen ein. Anschließend zeigte der gefährlich Trank aber sein Wirkung. Die giftige Dosis kann Herzrasen, Sehstörungen, Desorientierung, Stimmungsschwankungen und Halluzinationen hervorrufen. Auch in diesem Fall veranlassten starke Ausfallerscheinungen einen 21-Jährigen, der sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt, jedoch an der Teeparty nicht teilgenommen hatte, die Rettungsleitstelle zu informieren.
Alle Teetrinker, im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, wurden mit starken bis mittleren Vergiftungserscheinungen in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Die Gastgeberin wies so starke Vergiftungen auf, dass sie sogar stationär in Behandlung bleiben musste.
Auch dieser Fall zeigt wiederum, dass die giftige Wirkung des als Trompetenbaum in der Bevölkerung bekannten Gewächses oftmals unterschätzt wird.
Neben den körperlichen Schäden ergeben sich für die vier Beteiligten noch weitere strafrechtliche Konsequenzen. Die Polizei ermittelt gegen die vier jetzt wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.
Pressesprecher Polizeidirektion Landshut
Quelle: Pressedienst Polizei Bayern
 

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